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AsatruRingFrankfurt
Was sind
Mythen? Der Mensch liebt es Geschichten zu erzählen. Bei den Mythen handelt es sich aber um besondere Geschichten, die uns eine emotionale Anbindung an das Erzählte ermöglichen. Unsere heutige Vorstellung von Mythen Der Begriff Mythos wird heute gerne verwendet. Wie etwa der Mythos „Elvis Presley“ oder der „Mythos Bernsteinzimmer“. Es sind Personen, Dinger oder Ereignisse, die über sich hinausgewachsen sind und Menschen tiefer ansprechen. Diese Tiefe ist nicht mehr rein objektiv nachvollziehbar und ist oft sehr emotional aufgeladen und subjektiv. Die Mythen der nordisch-germanischen Mythologie enthält eine besondere Kraft, da sie über die Götter berichten. Woher kommen Mythen? Die Mythen sind dem
Bedürfnis erwachsen, dass man den Göttern begegnen wollte und den Fragen
nach dem woher kommen wir, wohin gehen wir und warum sind wir hier.
Menschen haben versucht dies in Worte zu erfassen und sie wurden weiter
erzählt (mündlich weitergegeben). Das Problem mit der Niederschrift von Mythen In dem man Mythen niederschreibt wird ihre Entwicklung zu einem bestimmten Moment festgehalten, dies steht eine weiteren Entwicklung aber im Wege. Es wird eine bestimmte Form, als die wahre Darstellung der Mythen gesehen. Wahr ist ein Mythos nur solange er Menschen es erlaubt die Nähe zu den Göttern und die Bedeutung ihrer Handlungen zu erfahren. Was ist ein wahrer Mythos? Mythen erzählen auch nie die Wahrheit, sondern eine Wahrheit die man nur emotional ergründen und erfahren kann. Damit trifft ein Mythos auch nie universelle Aussagen, sondern subjektive, die in der Sprache der Gefühle einen ansprechen oder nicht. Es sind Metaphern und damit bildhafte Ausdrücke, die der Mythos verwendet. Wenn jemand etwa sagt, du bist ein Bär ist das eine Metapher. Er meint damit nicht das man in den Zoo gehört, sondern es kann eine Umschreibung für Stärke oder eine Vorliebe für Honig sein. Den Beinamen Bär bekam ich nämlich von einem Freund für diese Vorliebe für Honig. Jemand, der diesen Zusammenhag nicht kennt, könnte annehmen, dass es sich auf meine Stärke, Größe und Schulterbreite beziehen könnte, wenn man mich sieht. Ist das eine wahrer als das andere? Beides kann wahr sein für den Betrachter. Die wissenschaftliche Betrachtung von Mythen Die Wissenschaft hat in ganz unterschiedlichen Fachbereichen wie z. Bsp. Ethnologie, vergleichende Religionswissenschaften, Geschichte versucht sich dem Mythos anzunähern. Dies sind alles wichtige Beiträge, aber sie gehen doch am Kern vorbei. Der Mythos lebt und er muß erlebt werden um ihn zu verstehen. Man kann ein Leben lang darüber forscchen, wie sich Alkohol auf den Körper auswirkt und alles darüber wissen. Jedoch wird man nie fühlen und erleben was es bedeutet zu trinken und wie ein Single Malt Whiskey schmeckt. Einer der trinkt muss auch nichts darüber wissen. Er erfährt die Folgen direkt und unmittelbar. Er erlebt es. So ist es auch für einen Gläubigen, er erfährt die Gegenwart der Asen und Wanen und ihre Handlungen in der Erzählung. Wie erzählen Mythen? Die Sprache der Mythen ist eine emotionale. Sie bauen eine Bindung auf und stellen die Gegenwart zu den Göttern und den Ereignissen her. Die mythische Zeit Es geht in den Mythen nicht um gestern oder Heute, sondern um die Bedeutung der Ereignisse und die Begegnung mit den Göttern. Diese Ereignisse werden gegenwärtig und haben auch Bedeutung im hier und jetzt. Sie sind eine Brücke zu den Göttern und heben auch hervor wie und warum Dinge geschehen, weil die Götter sie ins Leben gerufen haben. Die zyklische Zeit Die mythische Zeit wird
gerne auch als zyklische Zeit beschrieben im Gegensatz zu der heute
vorherrschenden linearen Vorstellung von Zeit. Linear bedeutet, dass
alles an einer Perlenkette aufgereiht ist und vergangenes als Fakten
vorhanden ist, die unveränderlich sind. Im Gegensatz würde sich in der
zyklische Vorstellung Ereignisse immer wiederholen. Die mythische Zeit
lässt sich aber mit beiden Modellen ungenügend beschreiben, da es die
Zeit der Götter ist und Mythen einen immer wieder die Gegenwart des
Ereignisses erleben lassen. Die Bedeutung liegt nicht in dem Wann,
sondern in dem Was geschieht. So hat das Ereignis im Mythos für uns
heute und jetzt Bedeutung. Die Zeit hat nur in einer Hinsicht Bedeutung,
dass es geschehen ist und immer noch geschieht. Man kann es am ehesten
in der englischen Zeitform des Past Perfect erläutern. Etwas, dass in
der Vergangenheit begonnen hat aber noch immer anhält. Ich liebe meine
Freundin ist ein Ereignis, das seine Ursache in der Vergangenheit hat,
noch Heute von Bedeutung ist und auch in Zukunft anhalten wird. So ist
es immer gegenwärtig. Durch besondere Ereignisse kann es von besonderer
Bedeutung sein, wie „du hast unseren Jahrestag vergessen“. Es ist aber
immer gegenwärtig. Herausforderung für Asatru heute Als Asatru leben wir
mit den Göttern, dabei können uns die Mythen eine wertvolle Hilfe sein.
Sie können uns inspirieren, wie man es auch in Gedichten und Liedern zum
Ausdruck kommt, die heute von Asatru geschrieben werden. Mythen eröffnen
und einen direkten und unmittelbaren Zugang zu den Göttern. Es ist aber
nur einer von vielen Möglichkeiten
den nordisch-germanischen Göttern zu begegnen. © Michael Schütz - Asatru Ring Frankfurt - www.asatruringfrankfurt.de
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